Doppelkonzert von Songrise und O de Cologne in Erftstadt
Alles, aber auch wirklich alles passte an diesem Nachmittag zusammen – Sonne, frühlingshafte Temperaturen, äußerst gut gelaunte Sängerinnen und Sänger, ausverkauftes Haus, ein fröhliches Publikum – und vor allem: starke Stimmen voller Energie und Gefühl, die vom ersten Moment an bezauberten. Gemeinsam mit dem Kölner Chor O de Cologne hatte der Songrise Jazzchor Erftstadt am 26. April zum Doppelkonzert nach Liblar geladen.
Von Beginn an prägte ein energiegeladener, voller Chorklang das Konzert, getragen von hörbarer Freude am gemeinsamen Singen. Schon das allererste Stück von Songrise „Here Comes the Sun“ (George Harrison, Arr. Kirby Shaw) ließ diese Leichtigkeit spüren, während ruhigere Lieder wie „Smile“ (Charlie Chaplin, Arr. Ben Bram) oder „Fields of Gold“ (Sting, Arr. Greg Jasperse) mit großer klanglicher Geschlossenheit und emotionaler Tiefe überzeugten.
Gezielte Kontraste sorgten für Spannung: „Stoned Soul Picnic“ (Laura Nyro, Arr. Darmon Meader) brachte rhythmische Frische und Leichtigkeit, „Ticket to Ride“ (John Lennon/Paul McCartney, Arr. Alexander L’Estrange) setzte markante Akzente. Und auch O de Cologne gestaltete das Programm wirkungsvoll – etwa mit dem kraftvollen „Take Me to Church“ (Hozier, Arr. Oliver Gies), einem klar gesetzten „Yellow“ (Coldplay, Arr. Carsten Gerlitz) sowie „Mu Ruoktu“, einem samischen Stück von Nils Aslak Valkeapää (Arr. Svante Henryson) mit seiner eigenen, besonderen Klangsprache.
Besonders eindrucksvoll waren die beiden gemeinsamen Stücke der Chöre „Ich seh dich“ (Oliver Gies) und Uptown Funk (Mark Ronson/Bruno Mars u. a., Arr. Deke Sharon), bei denen der Funke endgültig ins Publikum übersprang und die Energie auf der Bühne sich unmittelbar in den Saal übertrug.
Eine Zugabe war ursprünglich nicht vorgesehen, doch der begeisterte Applaus ließ den Chören keine Wahl: Mit einer Wiederholung von „Uptown Funk“ setzten sie einen mitreißenden, ausgelassenen Schlusspunkt unter einen Konzertnachmittag, der musikalisch überzeugte und mit stehenden Ovationen belohnt wurde.
Text: Silke Wiegand
Fotos: Daniela Vollbert-Weber
Siehe auch: „Eine unwiderstehliche Freude“ – Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger von Joachim Röhrig




